›MAUERSCHAU‹
NELE STUHLER (DE)

MO 10.6. 2019 20.00 – 21.30 SCHWANKHALLE, NEUER SAAL / PERFORMANCE (DEUTSCH)

Ich bin Nele. Ich wurde am Tag des Mauerbaus im Jahr des Mauerfalls in Ost-Berlin geboren. Meine Oma nennt mich Mauer-Nele. Was habe ich also zu tun mit diesem fernen mythischen Land, das in den Erzählungen der Anderen existiert? Mauerschau sucht nach einer Sprache, die nicht der Geschichtsschreibung gerecht werden muss, sich weder verteidigen noch einkitschen will.

CREDITS
REGIE Nele Stuhler
SCHAUSPIEL Paula Thielecke
DRAMATURGIE Lisa Schettel
LICHT Anahi Perez
TON Matthias Meppelink
BÜHNE Julius Lehniger
PRODUKTIONSLEITUNG Jasna Witkoski
PHOTO Katarina Seibt

Koprodutkion uniT Graz und SOPHIENSÆLE.
Gefördert vom Hauptstadtkulturfonds und der Heinz und Heide Dürr Stiftung.

EINTRITT
SOLIDARISCHES PREISSYSTEM, FREI WÄHLBARE PREISKATEGORIEN
14 / 10 / 7 EURO, BREMEN PASS 3 EURO
ONLINE TICKETS

BIOGRAFIEN
Nele Stuhler ist in (Ost-) Berlin geboren und aufgewachsen. Erste Theaterproduktionen realisierte sie im Jugendklub des Deutschen Theaters und der Volksbühne am Rosa Luxemburg Platz, p14. Hier wirkte sie auch in verschiedenen Produktionen unter anderem von Dimiter Gotscheff und René Pollesch mit. 2011 gründete sie zusammen mit Stephan Dorn und Falk Rößler das Theaterkollektiv FUX, mit dem sie bereits zahlreiche Projekte realisierte, unter anderem am großen Haus des Stadttheaters Gießen, an den Münchner Kammerspielen, an der Kaserne Basel, am Mousonturm Frankfurt und am Schauspielhaus Wien. Mit ›Die kleine Freiheit – vielleicht‹ waren FUX 2015 beim OUTNOW! zu Gast. Gemeinsam mit Jan Koslowski gründete Nele Stuhler zudem die Gruppe Leien des Alltags, mit der mehrere Arbeiten entstanden, zuletzt ›Mutti muss nach Lichtenberg‹ im Rahmen der Masterclass der Ruhrtriennale 2016. Ihre Arbeit ›Société des Amis – Tindermatch im Oderbruch‹ war unter anderem beim Körber-Studio für junge Regie, beim Fast Forward Festival Braunschweig und beim Theaterszene Europa Festival Köln zu sehen. Nele Stuhler studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, Regie in Zürich und szenisches Schreiben in Graz. 2016 erhielt sie den Münchner Förderpreis für deutschsprachige Dramatik (Jurypreis und Publikumspreis), 2018 den ersten Else-Lasker-Schuüer-Stückepreis für ›Fische‹. Sie wurde für ihre Arbeit in der Gruppe FUX mit dem Ponto Performance Preis ausgezeichnet und war Stipendiatin des Internationalen Forums des Theatertreffens. Ihre letzten eigenen Arbeiten realisierte sie am Stadttheater Gießen (›O Wand‹) und an den Sophiensaelen Berlin (›Mauerschau‹).

Paula Thielecke ist in (Ost-) Berlin geboren und aufgewachsen. Während der Schulzeit und nach dem Abitur war sie sowohl Mitglied im Jugendclub des Deutschen Theaters Berlin, als auch bei P14, dem Jugendclub der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, u.a. als Choristin in den Stücken ›Du hast mir die Pfanne versaut, du Spiegelei des Terrors‹ und ›Schmeiß dein Ego weg‹ von René Pollesch. Von 2011 bis 2015 studierte sie Schauspiel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg und besuchte den Filmkurs der Filmakademie Baden-Württemberg. 2014 wirkte sie bei ›Borkman‹ in der Inszenierung von Daniel Foerster mit, welche zum Körberstudio 2014 eingeladen war. Bisher war sie am Theater Freiburg, dem Dresdner Societätstheater, in Mühlheim, der Volksbühne Am Rosa-Luxemburg-Platz und dem Theater Osnabrück engagiert. Neben ihrer Tätigkeit als Theaterschauspielerin arbeitet sie auch für Film- und Fernsehen. Gemeinsam mit Sören Hornung gründet Paula Thielecke 2012 das KollektivEINS für welches sie regelmäßig inszeniert, schreibt, spielt und lebt. Bisher hat sie hier drei Theaterabende (z.B. ›Die apokalyptischen Reiterinnen‹, ›FaulheitFeigheitDummheit‹) und den Spielfilm ›Wurstland‹ realisiert.

Lisa Schettel, geboren und aufgewachsen in Gotha, begann ihre künstlerische Arbeit im art der stadt e.V. Gotha, in dem sie seit 2006 festes Mitglied ist. Dort war und ist sie als Assistentin, Performerin, Dramaturgin und Regisseurin sowie Theaterpädagogin tätig. Innerhalb ihrer theaterpädagogischen Arbeit leitete sie verschiedene generationsübergreifende Kurse im Bereich Tanz, Theater und Musik. Darüber hinaus konzipierte sie eigenständige Projekte wie die Tanzperformance ›Anatomie‹ oder das Tramtheaterstück ›Schwester.Schwester‹. Außerdem war sie für Produktionen wie ›Die Grönholmmethode‹ von Jordi Galceran oder ›BOMBENFRAU‹ von Ivana Sajko als Dramaturgin tätig. In der Spielzeit 2010-2011 übernahm sie die Produktions- und Regieassistenz des Jugendtheaters P14 der Volksbühne Berlin. 2014 arbeitete sie am Deutschen Schauspielhaus Hamburg unter Roland Schimmelpfennig als Musik-Theater-Assistenz in der Produktion seines Stückes ›SPAM‹. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. In Form von szenischen Projekten arbeitete sie unter anderem mit Heiner Goebbels und Ditmar Dath zusammen. Neben eignen Arbeiten, in denen sie ihren künstlerischen Fokus auf die Verbindung von Installation und Performance, sowie auf zeitgenössische Betrachtungen von Interventionskunst legte, unterstütze sie zahlreiche Projekte als Dramaturgin, wie z.B. ›Die kleine Freiheit – vielleicht.‹ (Falk Rößler, Stephan Dorn) und ›FAME.LIQUOR.LOVE‹ (Laura Eggert). Darüber hinaus arbeitete sie für verschiedene Kunst-Festivals, sowie für das wiederkehrende Veranstaltungsformat ›PAROLE‹ in dem sie seit 2012 als Hauptveranstalterin tätig ist. Sie ist Mitglied des Theater- und Performancekollektives ›rAUm‹ und des freien Ensembles ›Kollektiv Schluß mit ohne‹.