›FINNISCH‹
JACQUELINE REDDINGTON (DE)

MO 10.6. 2019 17.00 – 18.00 THEATER BREMEN, BRAUHAUS / SCHAUSPIEL (DEUTSCH)

Ein Mann allein zu Hause. Eine Stunde zwischen gefühlvollem Verlangen und obsessivem Fetisch vergeht. Die Weiten des Digitalen öffnen sich: Wünsche lassen sich im Internet maßgetreu erfüllen, Sehnsüchte werden sofort verwirklicht – oder nie gestillt. Kann Alexa helfen, unsere Einsamkeit zu mindern? Ein Abend zwischen physischer Realität und digitaler Täuschung.

CREDITS
REGIE Jacqueline Reddington
SCHAUSPIEL Olaf Becker
KOSTÜM Ji Hyung Nam
BÜHNE Louis Panizza
VIDEO Leo Schulz
DRAMATURGIE Lüder Wilcke
PHOTO Federico Pedrotti

EINTRITT
SOLIDARISCHES PREISSYSTEM, FREI WÄHLBARE PREISKATEGORIEN
14 / 10 / 7 EURO, BREMEN PASS 3 EURO
ONLINE TICKETS

BIOGRAFIEN
Jacqueline Reddington (*1992) ist eine deutsch-amerikanische Theaterregisseurin, die in Belgien und Luxemburg aufwuchs. Von 2010 bis 2014 studierte sie Theatre and Performance am Bard College in New York. Ihre Inszenierung ›Bleeding Chunks‹ wurde am Fisher Center for the Performing Arts gezeigt. Anschließend studierte sie Physical Theatre an der École Internationale de Théâtre Jacques Lecoq in Paris, wo sie diverse eigene Stückentwicklungen realisierte. 2015 begann sie ihr Regiestudium an der Otto Falckenberg Schule in München. Neben eigenen Projekten assistierte bzw. hospitierte sie an den Münchner Kammerspielen unter anderem bei Phillippe Quesne, Susanne Kennedy und Robert Lehniger. Aktuelle Arbeiten sind u.a. ›If the Director Falters‹ (Pathos Atelier – 2017), ›Ich sehe was, was du nicht siehst‹ (Münchner Volkstheater – 2017), ›Circle Jerk‹ (Werk It! Festival 2017 – Münchner Kammerspiele), ›Volumnia‹ (eingeladen zum UWE Festival 2017), ›Schwabing Makeover‹ (Rodeofestival München – 2016), ›Tits or GTFO‹ (Werk It! Festival 2016 – Münchner Kammerspiele). Für die Ausstellung ›40 Jahre ‘Honigpumpe am Arbeitsplatz’ – Hommage an Joseph Beuys‹ in der Pinakothek der Moderne entwickelte sie 2017 die interaktive Installation ›Soziale Schönheit‹.

Olaf Becker studierte Szenische Künste und Schauspiel in Hildesheim und Leipzig. Es folgte ein mehrjähriges Engagement am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Seit 2012 arbeitet er als Schauspieler, Performer, Autor und Sprecher in München, unter anderem am Pathos München, am Metropoltheater und mit den Künstlerkollektiven ausbau.sechs, bankleer und Art Vanderlay. Außerdem realisiert Becker eigene Projekte, wie die Pop-Performance ›LEAVE BRITNEY ALONE!, SOELVE & OLAF GEBEN NICHT AUF‹ oder ›BERLINER PUPPEN – SIE BRINGEN DEN TOD‹. Seine Trash-Oper ›SAUER! KRAUT! EHRE! RUHM!‹ wurde mit dem ersten Platz beimGiesinger Kulturpreis 2016 ausgezeichnet.

Ji Hyung Nam, geboren 1989 in Seoul, Südkorea, schloss im Februar 2013 ihr Innenarchitektur-Studium an der Sookmyung Women’s University ab. Seit 2013 studiert sie Bühnen- und Kostümbild in der Klasse von Prof. Katrin Brack an der Kunstakademie in München. Während ihres Studiums wirkte sie als freiberufliche Szenenbildnerin an zahlreichen Filmprojekten der Hochschule für Film und Fernsehen mit. Bereits zweimal arbeitete sie mit der Theaterakademie August Everding zusammen. Für Caner Akdeniz‘ Inszenierung von ›Horatier und Kuriatier‹ entwarf sie Bühne und Kostüm,  2014 kreierte sie die Kostüme zu ›Dekalog X‹ von Krzysztof Kieslowski in der Regie von Hannes Köpke.

Louis Panizza lebt und arbeitet am Ammersee. Innerhalb seines Schaffens am Theater verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Jacqueline Reddington. Mit ihr entstand unter anderem das Konzeptstück für einen Zuschauer ›Volumnia‹, das 2017 zum UWE- Festival eingeladen wurde, sowie die interaktive Videoinstallation ›Soziale Schönheit‹ in der Pinakothek der Moderne. Mit dem 2017 gegründeten Performancekollektiv ELLE entwickelte er die begehbare Theaterinstallation ›Erleuchthund‹ in einem leerstehenden Gewächshaus am Ammersee. Im Rahmen seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in der Klasse von Katrin Brack und an der L’École d’Art et de Design Marseille-Mediterranée entstanden zuletzt installative Einzelarbeiten, in denen die Objekte oft selbst zum performativen Akteur werden.

Leonard Schulz (*1994, München) studierte von 2014-2017 Kunst und Multimedia an der Ludwig- Maximilians-Universität München. Seit 2017 studiert er Bühnenbild und Kostüm an der Akademie der bildenden Künste München unter der Leitung von Prof. Katrin Brack. Seine Arbeiten umfassen Bühnen-, Szenenbild und Videoarbeiten und wurden u.a. im Kunstpavillon München, auf dem Ars Electronica Festival in Linz gezeigt.

Lüder Wilcke wurde in Rostock geboren, studierte an der TU Berlin Kultur und Technik mit Schwerpunkt Philosophie und war als Bassist an zahlreichen Tourneen, Studio- und Musikvideoproduktionen beteiligt. Er hospitierte u.a. am Deutschen Theater Berlin bei Inszenierungen von Martin Laberenz, Tilmann Köhler und Stephan Kimmig. Seit Oktober 2016 studiert er Dramaturgie und arbeitete dort u.a. mit David Moser, Shenja Lacher und Dimitrij Schaad. Zuletzt konzipierte er die ersten Ausgaben der Reihe ›Suchers Leidenschaften – Students’ Edition‹ über Michel Houellebecq bzw. Rainald Goetz. Sein Kurzstück ›Dieser Welt gebe ich erst gar nicht die Hand‹ wurde 2017 an der Civica Scuola di Teatro Paolo Grassi in Mailand uraufgeführt.